Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz und die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen haben am 17. Juni 2026 ein gemeinsames Positionspapier zu Advanced Practice Nursing veröffentlicht — mit einer klaren Botschaft: APN braucht bundesweit einheitliche gesetzliche Regelungen.

Die Forderungen

  • Geschützte Berufsbezeichnungen und einheitliche Qualifikationsstandards
  • Klare Verantwortungs- und Haftungsregelungen
  • Qualifikationsgebundene Verordnungsrechte
  • Dauerhafte Finanzierung in der Regelversorgung

Der Kernbefund

Die Kammern kritisieren, dass APN-Einsätze bislang überwiegend in Modellprojekten stattfinden statt in der Regelversorgung — hochqualifizierte Rollen ohne verlässlichen Rahmen.

Einordnung

Das Papier reiht sich in eine auffällige Verdichtung der deutschen APN-Debatte ein: DBfK-Forderungen zum PNOG, der DGF-Scope-of-Practice und die BMG-Ankündigung eines eigenen APN-Gesetzes — die Verkammerung meldet sich nun mit einer eigenen berufsrechtlichen Position zu Wort.