Wissen
Glossar
Viele Abkürzungen, viele Fachbegriffe. Hier sind die wichtigsten — kurz und in einfacher Sprache erklärt.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
- ANP — Advanced Nursing Practice
- Das Konzept: erweiterte und vertiefte Pflegepraxis auf Hochschulniveau — mehr klinische Verantwortung, nah an den Patient:innen. ANP bezeichnet die Praxis, nicht die Person.
- APN — Advanced Practice Nurse
- Die Person: eine Pflegefachperson mit entsprechendem Masterabschluss, die erweiterte Pflegepraxis ausübt — Oberbegriff für Rollen wie CNS und NP.
- Advanced Practice Nursing
- International (u. a. vom ICN) gebräuchliche Bezeichnung für das Handlungsfeld — im deutschsprachigen Raum weitgehend gleichbedeutend mit Advanced Nursing Practice (ANP) verwendet. Verwirrend: kürzt sich ebenfalls mit APN ab; auf anp.network steht APN immer für die Person.
- Pflegeexpert:in APN
- Die berufliche Bezeichnung der Person im deutschsprachigen Raum; in der Schweiz über die Registrierung APN-CH geschützt, in Österreich (noch) keine geschützte Berufsbezeichnung.
- DGKP
- Diplomierte:r Gesundheits- und Krankenpfleger:in — der gehobene Dienst und die Basis für den Weg zur APN.
- PFA / PA
- Pflegefachassistenz bzw. Pflegeassistenz — die Assistenzberufe in der Pflege.
- CNS
- Clinical Nurse Specialist: APN-Rolle mit tiefer Fach- und Systemexpertise für ein bestimmtes Gebiet (z. B. Wunde, Diabetes).
- NP
- Nurse Practitioner: APN-Rolle mit eigenständiger, erweiterter klinischer Versorgung — je nach Recht inkl. Diagnostik und Verordnung.
- GuKG
- Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (Österreich) — regelt Aufgaben und Kompetenzen der Pflegeberufe.
- Konsekutiver Master
- Ein Masterstudium, das fachlich direkt auf einem passenden Bachelor aufbaut.
- ECTS
- Punkte, die den Studienaufwand messen — ein ANP-Master umfasst meist 90 bis 120 ECTS.
- Die „3 P“
- Die drei fachlichen Grundlagen einer APN-Ausbildung: Pathophysiologie, (Physical) Assessment und Pharmakologie.
- Hamric-Modell
- Das gängige Kompetenzmodell für ANP. Im Kern steht die direkte klinische Praxis, ergänzt um Beratung, Leadership, Ethik u. a.
- PEPPA-Framework
- Ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen, um eine ANP-Rolle in einer Einrichtung sauber einzuführen und zu evaluieren.
- Pflegefachkarrieremodell
- Das Stufenmodell des ÖGKV — von der Unterstützungskraft über DGKP bis zur APN auf Master-Niveau.
- ÖGKV
- Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband — der Berufsverband, der das ANP-Grundlagenpapier herausgibt.
- Titelschutz
- Der gesetzliche Schutz einer Berufsbezeichnung. Für "Pflegeexpert:in APN" wird er gefordert, ist in AT aber noch offen.
- Heilkunde
- Traditionell ärztliche Tätigkeiten wie Diagnose und Behandlung — teils auf qualifizierte Pflege übertragbar.
- Community (Health) Nursing
- Wohnortnahe, koordinierende Pflege in der Gemeinde — niederschwellig und vorbeugend.
- Scope of Practice
- Der Tätigkeits- und Verantwortungsbereich, den eine Rolle ausüben darf.
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