Ein von Advanced Practice Nurses geleitetes Versorgungsmodell aus Basel ist ausgezeichnet worden: Am 26. Juni 2026 erhielt das Projekt „AdvantAGE: Sicherer Übergang vom Spital nach Hause“ der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER und des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt den ersten Platz der Kategorie „Erfolgreiche Ambulantisierung“ beim Qualitätspreis Innovation Qualité der Schweizerischen Akademie für Qualität in der Medizin (SAQM) der FMH.

Das Modell

„Im Zentrum steht ein innovatives, von Advanced Practice Nurses (APN) geleitetes Versorgungsmodell, das die Betreuung nahtlos vom Spital ins häusliche Umfeld weiterführt“, heißt es in der Preismitteilung. APN mit erweiterter klinischer Verantwortung und geriatrischem Fachwissen begleiten ältere Patient:innen bis zu 90 Tage nach dem Spitalaustritt: mit Hausbesuchen, interprofessionellen Abklärungen und einem individuellen Versorgungsplan, in enger Zusammenarbeit mit Hausärzt:innen, Spitex und Apotheken. Ziel ist, ungeplante Wiedereintritte zu vermeiden und die Selbstständigkeit zu stärken.

Finanzierung und Bilanz

Laut Medienmitteilung von FELIX PLATTER vom 10. Februar 2026 hat der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt die Fortführung für 2026 bis 2028 mit insgesamt 1’668’867 Franken (556’289 Franken jährlich) beschlossen. Von Anfang 2023 bis Ende 2025 wurden rund 340 Patient:innen betreut. Langfristig soll AdvantAGE in die Regelversorgung übergehen – geplant sind unter anderem eigene Tarifpositionen für eine Finanzierung über die obligatorische Krankenversicherung.

Einordnung

AdvantAGE ist bis 2028 finanziert – vorerst aber aus kantonalen Mitteln. Der Weg in die Regelversorgung hängt an denselben Tariffragen, die auch die geplante KVG-Revision zur Vergütung von APN-Leistungen klären soll.