Nach dreijähriger Pilotphase ist Community Nursing in Österreich seit dem 1. Jänner 2025 kein EU-finanziertes Projekt mehr, sondern eine reguläre Leistung im Rahmen des Pflegefonds. Die Europäische Union hatte für den Zeitraum 2022 bis 2024 rund 54,2 Millionen Euro über die Aufbau- und Resilienzfazilität bereitgestellt; mit dem Auslaufen dieser Mittel ging die Finanzierungsverantwortung auf Bund, Länder und Gemeinden über.

Getragen wird das Modell von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP), die als zentrale Ansprechpersonen wohnortnah und kostenfrei beraten. Zum Aufgabenprofil zählen Gesundheits-, Pflege- und Präventionsberatung, präventive Hausbesuche insbesondere bei älteren Menschen sowie die Koordination und Vernetzung regionaler Gesundheits- und Sozialangebote.

Die Umsetzung in den neun Bundesländern fällt unterschiedlich aus. Niederösterreich und Vorarlberg übernehmen bestehende Projekte vollständig und finanzieren sie weiter, in der Steiermark erfolgt die Finanzierung im Verhältnis 60 Prozent Land zu 40 Prozent Gemeinden, während Tirol das Angebot auf präventive Seniorenberatung reduziert. Laut ÖGKV haben acht von neun Bundesländern Lösungen zur Fortführung gefunden. Das Gesundheit Österreich (GÖG) dokumentiert die Weiterführung in einem Factsheet vom Februar 2025.